Buchvorstellung zum Welt-Alzheimertag (21.9.) – »Ernährungsratgeber Demenz«

Cover fürs Buch »Ernährungsratgeber Demenz«

»Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel,
sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.« (Hippokrates)

Ärzte stellten fest, dass in der Pandemiezeit besonders viele ältere Patienten über heftige Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule klagten. Bei einer näheren Untersuchung und Befragung kam heraus, dass die Ursache nicht körperlicher Art war. Es war die große Angst vor Corona, die den Rücken so stark verspannte. Angst ist ein so mächtiges Gefühl, dass es sich sehr stark körperlich auswirken kann.

Wie sieht es bei uns mit dem Gefühl Angst aus? Haben wir Angst vor dem Älterwerden? Oder erkennen wir darin vielmehr eine Herausforderung für unsere Fantasie und Kreativität? Es ist kein Geheimnis, dass wir das Altern verzögern können, wenn wir beweglich bleiben – körperlich und geistig. Doch was ist, wenn unser Gehirn nicht mehr mitmacht? An Demenz zu erkranken, dürfte wohl eine der schlimmsten Ängste Älterwerdender sein. Besser wäre es indes, eine mutige und bejahende Lebenseinstellung, also mehr Rüssel hoch! zu entwickeln.

Zum Welt-Alzheimertag 2021 habe ich ein Buch vorgestellt, dass sich mit den Frühzeichen für Alzheimer-Demenz beschäftigt und der Frage, was im Gehirn von Alzheimer-Erkrankten schiefläuft. Dieses Jahr möchte ich euch ein Buch vorstellen, in dem es um Ernährung geht, die eine wesentliche Rolle bei der Vorbeugung einer Demenzerkrankung spielt.

Es ist das 2016 im humboldt Verlag erschienene Fachbuch »Ernährungsratgeber Demenz: Gedächtnisverlust vorbeugen und verlangsamen – Alles, was Sie wissen müssen« von der Ernährungswissenschaftlerin Miriam Schaufler und dem Koch Walter A. Drössler. Neben der Anti-Demenz-Ernährung nennt Miriam Schaufler vier weitere Säulen der Vorbeugung bzw. Verzögerung einer Demenzerkrankung: reichlich Bewegung, geistige Aktivität, psychische Gesundheit und ein soziales Leben. Gleich auf der ersten Seite ihres Buches verrät uns Miriam Schaufler …

… die Top-10-Lebensmittel fürs Gehirn:

  1. Wasser ‐ ohne Flüssigkeit läuft nichts! Die Basis einer gesunden Hirnnahrung ist Wasser.
  2. Beeren – haben nicht nur eine antioxidative und antientzündliche Wirkung, sie fördern auch die Aktivität des Gehirnstoffwechsels.
  3. Avocado – versorgt Gehirn und Nerven mit jeder Menge Energie und hebt die Stimmung.
  4. Knoblauch – reinigt die Gefäße von gefährlichen Ablagerungen, fördert die Durchblutung des Gehirns und versorgt es mit frischem Sauerstoff.
  5. Walnüsse ‐ sie bieten mit ihrem hohen Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren eine hervorragende Wirkung aufs Gehirn.
  6. Wildlachs – ist besonders reich an Omega-3-Fettsäuren und hat damit eine Schutzwirkung gegen Demenz.
  7. Kokosöl ‐ steckt voller mittelkettiger Fettsäuren, die vom Körper in Ketone umgewandelt werden können, welche das Gehirn schnell und effizient mit Energie versorgen.
  8. Haferflocken – sind Grundnahrungsmittel mit Heilfaktor. Ihr hoher Gehalt an komplexen Kohlenhydraten und Nährstoffen macht nicht nur lange satt, sondern bewirkt eine gleichmäßige Energieversorgung des Körpers.
  9. Hülsenfrüchte – sind die Spitzenreiter unter den pflanzlichen Eiweißversorgern, stecken voller Nährstoffe, Ballaststoffe, Antioxidantien und Lecithin.
  10. Ginkgo – verbessert die kognitive Leistung, schützt die Nervenzellen, steigert die Leistungsfähigkeit.

Die Diplom-Ökotrophologin Miriam Schaufler bietet in diesem Buch nicht nur viele leckere Rezepte für eine gehirnschützende Ernährung wie beispielsweise Avocadosalat, Kürbiscurry oder Cashewkern-Bällchen. Sie erklärt auch ausführlich, was genau sie unter einer Anti-Demenz-Küche versteht. Gerade diese Erklärungen finde ich sehr interessant, denn dadurch erschließen sich die Zusammenhänge zwischen unserer Ernährung und deren Auswirkungen auf unser Gehirn.

Zum Beispiel erklärt die Autorin zu Punkt 7 Kokosöl:
»Kokosöl wird eine sehr positive Wirkung im Kampf gegen Demenz nachgesagt. Auch viele Studien zeigen dies mittlerweile. Es wurde nämlich nachgewiesen, dass Kokosöl in der Lage ist, das Zellsterben im Gehirn zu stoppen.

Wie funktioniert das?
Für seine richtige Funktion benötigt unser Gehirn Glucose, das uns durch den Körper bereitgestellt wird. Steht zu wenig Energie zu Verfügung, kann die Energiegewinnung ins Stocken geraten. Ohne ausreichend Brennstoff funktioniert aber weder die Signalübertragung noch die »Müllabfuhr« (Alzheimer-Plaque) im Gehirn.
Das Gehirn von Alzheimer-Patienten ist nur noch schwer in der Lage, die bereitgestellte Glucose zu nutzen, wodurch das Gehirn an einer ständigen Unterversorgung an Glucose und damit Energie leidet. Die Folge: Gehirnzellen sterben nach und nach ab …

Kokosöl besteht zu 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren, die in der Leber in sogenannte Ketone umgewandelt werden … Ketone haben den Vorteil, dass sie vom Gehirn problemlos aufgenommen werden können. Ketone werden quasi als Ersatz für Glucose verwendet. Sie versorgen den Körper und die Hirnzellen äußerst schnell und effizient mit Energie und schützen zudem auch noch vor anderen schädlichen Einflüssen.«

Dieser Ernährungsratgeber ist lesenswert. Wirklich nützlich wird das Buch natürlich erst, wenn die darin enthaltenen Tipps im Alltag auch umgesetzt werden. Ich muss gestehen, mit den Rezepten konnte ich nicht so viel anfangen, da ich es beim Kochen lieber ganz einfach mag. Doch es hat mich gefreut beim Lesen zu erkennen, dass ich 8 der Top-10-Lebensmittel fürs Gehirn bereits regelmäßig in unseren Speiseplan aufgenommen habe. Punkt 4, den Knoblauch, werde ich künftig noch hinzufügen, denn eine gute Durchblutung – insbesondere des Gehirns – und die damit verbundene bessere Sauerstoff- und Nährstoffversorgung ist nicht zu unterschätzen. Was setzt ihr in eurer Anti-Demenz-Küche um?

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Hier stelle ich meine eigenen Bücher vor. Tauche ab in Geschichten, die erfrischend anders sind – voll von positiver Rüssel-hoch-Ausstrahlung!

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