Fotoausflug – Thüringen: Elefanten im Altenburger Land

Von der im Grunde genommen unerfüllbaren Herausforderung, die etwa 129 in Deutschland lebenden Elefanten möglichst artgerecht zu halten, habe ich schon berichtet. In den Leitlinien zur Haltung von Wildtieren in Zirkussen und ähnlichen Betrieben wird die Paddockhaltung ausdrücklich empfohlen. Ein Paddock ist eine Freifläche, auf der sich die Elefanten ohne Fußketten bewegen können, deren Grenzen von einem elektrischen Weidezaun umspannt sind – wie auf dem Titelfoto gut zu sehen ist.

Am regnerischen Anreisetag unseres Thüringen-Urlaubs, unterwegs Richtung Trusetal, besuchten wir im Altenburger Land die drei Elefantenkühe Moja (zeigt ihre großen afrikanischen Ohren auf dem Titelfoto), Tonga (im Hintergrund zu sehen) und Gandhi (liegend im Hintergrund). Die nur noch in wenigen Zirkussen verbliebenen Elefanten sind meist weiblich und schon recht alt. Wir waren froh zu sehen, dass die »drei alten Damen« von diesem seit 10. April 2020 stationär gewordenen Zirkus zwischen ihren Auftritten nicht nur im Stall stehen, sondern sich auf einem Paddock unter freiem Himmel bewegen und beschäftigen können. Für Zirkusverhältnisse ist das die bestmögliche Elefantenhaltung, auch wenn den Wildtieren die langjährige Gefangenschaft deutlich anzumerken war. Wir hatten jedoch den Eindruck, dass sie sich über unseren Besuch freuten, insbesondere darüber, dass wir laut mit ihnen sprachen.

Der Erlebnispark Starkenberg ist ein Familienunternehmen. 2018 feierte die Zirkusfamilie Weisheit über 50 Jahre Circus-Tradition mit einem großen Jubiläumsprogramm. Wir erlebten bei unserem Besuch zwei Vorstellungen, in denen neben Tiershows auch Clownerie und Artistik geboten wurden. Vor allem für Kinder bietet der Erlebnispark viel Abwechslung – in einem separaten Zelt, aber auch draußen mit Hüpfburg, Wasserrutsche, Kasperletheater, Ponyreiten, Streichelzoo, Spielplatz und mehr. Im Sandkasten war beispielsweise ein Dinosaurier verbuddelt, den die Kinder mit »archäologischen« Werkzeugen Stück für Stück ausgraben können.

Für uns, die wir schon länger jung sind, gab es auch eine besondere Attraktion. Wir sahen das erste Mal ein Zebroid, eine Kreuzung aus Zebra und Pferd. Zebroide sind übrigens wie Maultiere, die Mischlinge aus Esel und Pferd, unfruchtbar. Diese Vermischung geht nur, weil Pferde, Zebras und Esel aus der Überfamilie der Pferdeartigen (Equoidea) stammen. Leider war es im Stall zu dunkel, um das hübsche dunkelbraune Zebra-Pferd mit den gold-bronzenen Zebrastreifen fotografieren zu können. Dafür folgen jetzt Fotos der drei Elefanten und von der bunt gemischten Zirkusshow:

Danach machten wir uns auf den Weg ins Thüringer Trusetal, dessen Namensgeber der kleine Fluss Truse ist, der in die Werra mündet. Im Mittelalter war die Truse unentbehrlich für den Betrieb einer Vielzahl von Mühlen, Hammerwerken und Schmelzhütten. Unsere erste Wanderung führte uns zum Trusetaler Wasserfall.

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