Fotoausflug Retro – Wildgehege Glauer Tal (2018)

An einem schönen Oktobertag lockte uns die Sonne hinaus in den Naturpark Nuthe-Nieplitz. Wir wollten einen schönen herbstlichen Fotowandertag im Wildgehege Glauer Tal verbringen.

Wir hatten im Internet gelesen, dass im Wildgehege Glauer Tal Rot-, Dam- und Muffelwild, aber auch Islandpferde lebten. Ab Ende September könnte man auch die Brunft der Rothirsche miterleben, wenn die Hirsche die Weibchen nicht nur mit ihrem imposanten Geweih, sondern auch mit ihrem röhrenden Organ beeindrucken wollten. Wir starteten am NaturParkZentrum Wildgehege Glauer Tal, wo einige Schafe im Schatten grasten. Der Tränkewagen stand auch schon bereit – es sollte ein ganz heißer Tag werden.

Da, lange Ohren – wir glaubten, unser erster Wildtier entdeckt zu haben, doch das war eher die Ecke, über die sich Kinder besonders freuen.

Immerhin fanden wir herbstliche Gespinste echter Spinnen und ein paar Äpfel hingen auch noch am Baum.

Während wir im wohltuenden Schatten der Bäume weiterwanderten und nach Wild Ausschau hielten, fingen wir das eine oder andere herbstliche Blatt fotografisch ein, das die Sonne lichtvoll in Szene setzte.

Die Glauer Berge mit einer Höhe von rund 90 Metern erstrecken sich über eine Länge von vier Kilometern zwischen dem Blankensee und der Nuthe bei Kleinbeuthen. Tiefer, typisch märkischer Sand bildet die Oberfläche der kiefernbestandenen Berge. Auch im Wildgehege Glauer Tal stießen wir auf sandige, wilde und urwüchsige Natur.

Als die Bäume spärlicher wurden, prallte die Sonne gnadenlos herunter, doch Oliver schoß von einer Düne aus zurück. Auch hinter der Düne waren keine Wildtiere zu sehen gewesen. Sie hatten sich anscheinend in diesem riesigen Areal des ehemaligen Truppenübungsplatzes in die schattigste Ecke zurückgezogen. Wir kamen uns vor wie auf einer einsamen Wüstenwanderung, während die Sonne so richtig heiß auf uns herunterbrannte.

Bei dieser sengenden Hitze war es kein Wunder, dass sich die Tiere im tiefsten Wald versteckt hatten. Vielleicht hatten wir sie auch übersehen, schließlich war meine Augenmuskeloperation gerade mal zwei Wochen her, und vor der Operation hatte ich alles doppelt gesehen. Doch Spaß beiseite, wir fanden genügend andere herrliche Fotomotive in der Natur.

Dann kamen wir an einen höher gelegenen Aussichtspunkt. Jetzt, so dachten wir, werden wir endlich einen schönen Ausblick auf die grasenden Wildtiere haben. Pustekuchen, außer einem einzigen Käfer war auch hier weit und breit kein Tier zu sehen.

Erst am Abend bekamen wir ganz von Weitem ein einzelnes Mufflon zu sehen, aber immerhin zogen über uns Schwärme von Wildgänsen und Kranichen ihres Weges.

Nachdem wir am NaturParkZentrum beim Wildgehege Glauer Tal unseren Hunger und Durst gestillt hatten, schlossen wir uns der abendlichen Brunftwanderung an. Auch hier sahen wir nicht viel Dam- und Rotwild, und das wenige auch nur von Weitem, jedoch war das Röhren der Hirsche eine interessantes Hörerlebnis. Wir durften auch ein echtes Geweih anfassen, das der Wanderführer mitgebracht hatte. Er erklärte uns auch das Projekt der Wildtierbeweidung, das in diesem naturnahen Wildgehege wissenschaftlich begleitet wird. Die Wildtierbeweidung verhindert die Zuwucherung der offenen Landschaft mit Sträuchern und Bäumen und erhält auf diese Weise den Lebensraum von Kleingetier.

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