03 Besser fotografieren – Wie vermeide ich verrauschte Fotos?

Bartkauz in einer schattigen Ecke, Tierpark Fürstenwalde/Spree |© Iris Sofie Bayer

Was hat es eigentlich mit dieser ISO auf sich? ISO ist eine Abkürzung für International Standard Organization (Internationale Organisation für Normung). In der Fotografie bezeichnet der ISO-Wert die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors.

Je kleiner der ISO-Wert beim Fotografieren, desto höher ist die Bildqualität. Mit steigendem ISO-Wert beginnt das unansehnliche Bildrauschen. Das Bild wird immer krisseliger und wirkt dadurch unschärfer und kontrastärmer.

In der Regel lasse ich meine Nikon-Spiegelreflexkamera den ISO-Wert selbst regulieren. Bei guten Lichtverhältnissen reicht ein kleiner ISO-Wert. Die Kamera wählt automatisch ISO-Werte von 100 oder 200.

Wenn ich in Innenräumen fotografiere, draußen der Himmel bedeckt ist oder langsam die Dämmerung einsetzt, regelt die Automatik wegen der schlechteren Lichtverhältnisse den ISO-Wert auf 400 bis 800 hoch, falls ich die Blende nicht weiter öffne bzw. eine längere Belichtungszeit auf Stativ wähle.

Spiegelreflexkameras mit größeren Kamerasensoren erreichen auch bei einem ISO-Wert von 1600 noch eine recht gute Bildqualität. In manchen Situationen – beispielsweise bei einem Familientreffen – macht auch ein Kompromiss Sinn: Besser bei ISO 3200 etwas verrauschte Fotos als wegen der langen Verschlusszeit total verwackelte.

Um verrauschte Fotos möglichst zu vermeiden, gilt grundsätzlich:
ISO-Wert immer so niedrig wie möglich bzw. nur so hoch wie nötig!

Bei Sonnenschein, leichter Bewölkung, am Meer, im Gebirge: ISO 100-200
Bei Nebel, bedecktem Himmel, im Schatten/Wald, Innenräumen: ISO 400-800
Bei Dämmerung, nachts, schlecht ausgeleuchteten Innenräumen: ISO > 800

Das obige Foto wurde in einer sehr schattigen Ecke bei folgender Kameraeinstellung aufgenommen: ISO 6400, Brennweite: 80 mm, Blende: f/5.0, Belichtungszeit: 1/320 Sekunden.

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