01 Besser fotografieren – Wie erhalte ich ein schöneres Bokeh?

Klatschmohn, Bornstedter Feld |© Iris Sofie Bayer

Der in der Fotografie verwendete Begriff »Bokeh« stammt aus dem Japanischen mit der wörtlichen Bedeutung »unscharf, verschwommen« und bezieht sich auf einen als ästhetisch schön empfundenen Unschärfebereich – meist im Hintergrund eines Fotos. Diese objektivabhängige Unschärfe wird von Fotografen gern bewusst erzeugt, damit das Auge des Betrachters vom scharf abgebildeten Hauptmotiv weniger abgelenkt wird. Je nach Objektiv zeigt das Bokeh verschiedenfarbig leuchtende Kreise, Ovale oder eckige Lichtphänomene.

Als begeisterte Hobbyfotografin bin ich sehr daran interessiert, meine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern. Da ich gern Nahaufnahmen von Blüten mache, fragte ich mich, wie ich für solche Hauptmotive eine ebenso schöne Freistellung erreichen könnte, wie ich das auf Fotos anderer Fotografen schon gesehen hatte. Zunächst fand ich heraus, dass für solche Nahaufnahmen, die das Fotomotiv für das menschliche Auge aus dem Hintergrund lösen sollen, ein lichtstarkes Objektiv bzw. ein Makroobjektiv ideal wären.

Ich fotografiere jedoch mit einer Spiegelreflexkamera von Nikon mit einem Telezoomobjektiv von variabler Brennweite (18-200 mm) und einer maximalen Lichtstärke von f/3.5. Objektive mit möglichen Offenblenden von f/2.8, f/2.0, f/1.8 oder f/1.4, die beispielsweise oft in der Porträt- bzw. Modell-Fotografie oder der Food-Fotografie verwendet werden, wären für ein schöneres Bokeh idealer.

Doch ein Übungs-Fotospaziergang zeigte mir, dass es auch mit meiner Kamera möglich war, ein schönes Bokeh zu erzeugen, und zwar dann, wenn bei der Nahaufnahme einer Blüte der Abstand von meinem Motiv zum Hintergrund – aus dem ich das Bokeh erhalten wollte – größer war. Die besten Ergebnisse erzielte ich mit folgender Kameraeinstellung: Brennweite: 200 mm, Blende: f/5.6, Belichtungszeit: 1/1250 Sekunden. Mit dieser Kameraeinstellung entstand nicht nur das obige Foto der Klatschmohnblüte, sondern auch das interessante Foto für das Cover meiner Kurzgeschichte »Chillaui«.

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