02 Besser fotografieren – Wie erhalte ich möglichst unverwackelte Fotos?

Hummel auf Rotklee |© Iris Sofie Bayer

Es gibt schwerere Kameras und Objektive als meine Nikon-Spiegelreflexkamera. Trotzdem habe ich öfter mal Schwierigkeiten, die Kamera ruhig in der Hand zu halten, insbesondere wenn ich das Telezoom mit der Maximalbrennweite von 200 mm ausfahre. Zudem bewegt sich auch noch das eine oder andere Motiv, das ich fotografieren will. Es ist schade, wenn ich dann anschließend bei der Bildbearbeitung viele Fotos wegen Unschärfe aussortieren muss. Was kann ich dagegen tun?

Gut ist schon mal, dass ich einen eingebauten Bildstabilisator habe, der meine geringfügigen Verwacklungen automatisch ausgleicht. Die Bewegung meines Motivs, zum Beispiel das Schwanken des Grashalms im Wind, kann der Bildstabilisator natürlich nicht ausgleichen, da muss ich dann schon geduldig einen windstillen Moment abwarten. In der Sportfotografie werden kurze bis sehr kurze Belichtungszeiten eingesetzt, um Bewegungen im Bild einzufrieren.

Auch ungünstige Lichtverhältnisse (Dämmerung) können zu unscharfen Fotos führen. Selbst wenn meine Kamera durch eine Öffnung der Blende (kleine Blendenzahl) und eine Erhöhung der ISO-Werte fehlendes Licht ein wenig ausgleichen kann, so wird häufig bei schwierigen Lichtverhältnissen doch auch eine längere Belichtungszeit benötigt, was die Verwacklungsgefahr erhöht.

Um möglichst unverwackelte Fotos zu erhalten, wäre die einfachste Lösung, ein Stativ zu benutzen, vielleicht sogar mit Fernauslöser. Es empfiehlt sich auf alle Fälle dann, wenn die Aufnahmen längere Belichtungszeiten verlangen (Dämmerung) oder wenn man mit einer längeren Belichtungszeit absichtlich Wischeffekte bei bewegten Objekten erzielen will (Verschwimmen von Scheinwerfern eines Autos, Weichzeichnen eines Wasserfalls). Damit während der Langzeitbelichtung eines Wasserfalls bei Sonnenschein das Motiv nicht überbelichtet wird, wäre es gut, das Objektiv mit einem Graufilter zu bestücken. 

Meistens fotografiere ich jedoch nicht mit Stativ, sondern aus der Hand. Dann erhalte ich mehr unverwackelte Fotos, wenn

  • ich die Kamera noch bewusster ruhig halte,
  • wann immer möglich mit kürzeren Brennweiten fotografiere,
  • überprüfe, ob ich den (Auto)fokus auf die richtige Stelle gesetzt habe,
  • meine Belichtungszeiten deutlich unter 1/30 Sekunde liegen.

Das obige Foto wurde bei folgender Kameraeinstellung aufgenommen: ISO 500, Brennweite: 105 mm, Blende: f/5.3, Belichtungszeit: 1/640 Sekunden.

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