Elefantöses – Welt-Elefanten-Tag (12. August)

Gern erinnere ich mich an den 13. Oktober 2016, den faszinierenden Moment, als das obige Foto entstand, als eine Elefantenfamilie einträchtig ihren Durst an einem Wasserloch im Tsavo-East-Nationalpark stillte.

Wasser ist extrem wichtig für Elefanten. Zur Not können sie – wie auch der Mensch – wenige Tage ohne Wasser auskommen, aber wegen ihres enormen Wasserbedarfs von über 100 Litern am Tag brauchen sie in ihrem Lebensraum eine Wasserstelle, die sie einmal täglich aufsuchen können.

Etwa 40.000 Elefanten lebten in den 1970er Jahren im Tasavo-East-Nationalpark, dem größten Nationalpark in Kenia. Aufgrund der massiven Elfenbein-Wilderei organisierter Krimineller, die mit modernsten Waffen ausgerüstet sind, schrumpfte bis zum Jahr 1989 der Bestand im Tsavo-East-Nationalpark auf 5.000 Elefanten, in ganz Kenia um drei Viertel aller Elefanten.

Die meisten Afrikanischen Elefanten leben heutzutage in Nationalparks. Als Wildtiere trifft man sie nur noch im mittleren Afrika an, ansonsten gilt der Afrikanische Elefant in freier Wildbahn als fast ausgerottet. Gemäß der Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) werden derzeit afrikaweit etwa zwei Elefanten pro Stunde, also jährlich um die 20.000 Elefanten, für den illegalen Elfenbeinhandel gewildert. Aber nicht nur die Wilderei, sondern auch der stetige Lebensraumverlust und Mensch-Wildtier-Konflikte gehören zu den großen Bedrohungen für die aussterbende Spezies Elefant, denn auch beim Asiatischen Elefanten sind die Bestände stark gefährdet.

Diese traurigen Tatsachen und die Pressemeldung eines Elfenbein-Diebstahl-Delikts im Jahr 2013 in einem Pariser Museum veranlassten mich, den Roman »Der Elefant des Sonnenkönigs« zu schreiben und ihn letztes Jahr zum Welt-Elefanten-Tag, am 12. August 2019, zu veröffentlichen. Für jedes gekaufte Buch spende ich seither von meinem Autorenhonorar an den Verein »Rettet die Elefanten Afrikas«, der sich dem Elefantenschutz verschrieben hat.

Auch direkt über die Website der Initiatoren des Welt-Elefanten-Tags kann für die Elefanten gespendet werden. Der Welt-Elefanten-Tag wurde am 12. August 2012 von der Kanadierin Patricia Sims und der Elephant Reintroduction Foundation, einer Initiative von Königin Sirikit von Thailand (geboren am 12. August 1932) ins Leben gerufen. Patricia Sims unterhält seither Partnerschaften mit 100 Elefantenschutzorganisationen weltweit, die ihre Besorgnis über die Notlage der Elefanten teilen, und sie bietet vielen Einzelpersonen auf der ganzen Welt, die ebenfalls Elefanten lieben und helfen wollen, eine Plattform für Zusammenarbeit und eine kollektive Stimme. Jeder ist eingeladen, eine Petition mit folgendem Wortlaut zu unterschreiben:

»I pledge to support a world that protects elephants, wildlife and their habitat.«
(Ich verpflichte mich, eine Welt zu unterstützen, die Elefanten, Wildtiere und ihren Lebensraum schützt.)

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