Buchvorstellung – »Mein Ich-Gewicht«

Cover fürs Buch »Mein Ich-Gewicht«

Ich-Gewicht wird gefühlt, nicht errechnet.
Ich-Gewicht ist flexibel, nicht normiert.
Ich-Gewicht ist selbstbestimmt, nicht fremdbestimmt.
Ich-Gewicht kommt ohne schlechtes Gewissen aus.

Definition des Ich-Gewichts nach Maja Storch
(in ihrem Ratgeber ausführlicher erklärt)

Nachdem mich ein anderer Ratgeber von der Psychologin Maja Storch mit dem Titel So können starke Männer starke Frauen lieben so gar nicht angesprochen hatte, hatte ich mir nicht viel von dem hier vorgestellten 215-seitigen Ratgeber erwartet, wurde jedoch angenehm überrascht. Mein Ich-Gewicht: Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden, Goldmann Verlag, München 2009, kann ich jedem weiterempfehlen, der sich dafür interessiert, wie er das Unbewusste – seinen inneren Elefanten – mit ins Boot holen kann, um ein gesundes Körpergewicht zu erreichen.

Die im Buch enthaltenen Arbeitsblätter, die auch separat erhältlich sind, regen zur Selbstreflexion an. Ich habe mir dadurch ein persönliches Motto zum Thema Ich-Gewicht erarbeiten können, das bei mir einen starken »somatischen Marker« der hundertprozentigen Zustimmung erreicht und so das Unbewusste in Einklang mit meinem Verstand gebracht hat.

Sehr hilfreich fand ich die Zielpyramide, die mir bewusstmachte, dass es in der ganzen Pyramide erst dann »brummt«, wenn es auch in der Spitze stimmt, ich also ein persönliches Identitätsziel (in Mottoform) brauche. Das Pyramidensymbol hat mich sehr angesprochen, da ich es erst kürzlich in meiner neuen Glücksparabel Im Hufschlag des Feuerpferdes verwendet habe. Die Pyramide ist eng mit dem Feuerpferd verbunden, da sie als Form verstanden wird, die Energie bündelt bzw. an nach oben strebende Flammen erinnert. Ende dieses Jahres werde ich wissen, ob es mir damit gelungen ist, meine Motivation auf Hochtouren zu bringen und damit mein Umsetzungsproblem aufzulösen.

Das Ziel des Ratgebers habe ich allerdings durch die Erarbeitung eines persönlichen Mottos schon erreicht, denn – so heißt es im Klappentext – »es ist unser Unbewusstes, das uns am Abnehmen hindert oder daran, auch ohne Abnehmen glücklich zu sein. Sieben praktische Schritte zeigen, wie wir herausfinden, was wir wirklich wollen, und wie einfach es ist, uns unsere Wünsche auch zu erfüllen.« Fallbeispiele im Buch bestätigen dies.

Psychoanalytikerin Maja Storch betont dennoch, dass sie keine Zauberformel zum Traumkörper hat. Was sie anbieten kann, sei eine Anleitung zum gründlichen Nachdenken und zum sorgfältigen Umgang mit sich selbst, dem eigenen Körper und der eigenen Innenwelt. Dabei sieht sie die »selbstregulierende Willenskraft« als psychologische Basis des Ich-Gewichts und nicht die Selbstkontrolle. »Selbstregulierende Willenskraft« hat gemäß der Autorin wenig mit Zwang und Überwindung zu tun, sondern viel mehr mit Treue zu sich selbst, einem Gefühl für den eigenen inneren Kern und der Fähigkeit, authentisch und frei zu handeln. Maja Storch stellt die beiden Systeme, die unser Leben steuern, in Tabellen einander gegenüber, ähnlich wie ich das in meiner ELEFANTENSTRATEGIE getan habe, vergleicht sie jedoch mit Pferden:

»Während das Rennpferd Verstand sich tänzelnd auf internationale Wettkampfplätze begibt, trottet derweil der Ackergaul des adaptiven Unbewussten zuverlässig seiner Wege und hält die alten Routinen ein. Und wenn der Verstand mal wieder seinen Geist aufgibt, weil der Jockey ein Pfündchen zu viel wiegt, die Sonne einen Tick zu heißt scheint oder weil das Pferd in der Nachbarbox zu laut atmet, zieht der Brauereigaul zuverlässig den schweren Karren, der da heißt: dem Organismus das Überleben ermöglichen.«

Sehr gut erklärt die Bestsellerautorin die Wahrnehmungsebene des Unbewussten und wie entscheidend die Assoziationen, Erinnerungen und Sinneserfahrungen sind, die unser Unbewusstes hinsichtlich Gewichts- und Fitnessthematik hat. Gefühle und Bilder sind die Sprache des Unbewussten, das mit dem »emotionalen Erfahrungsgedächtnis« arbeitet und aufgrund dessen entsprechende »somatische Marker« produziert (von soma für Körper), also Körpersignale, sowohl angenehmer als auch unangenehmer Art. So ruft auch bei mir das Wort GEWICHTSVERLUST die Assoziation von schmerzhaften Gefühlen des Verhungerns hervor. Das sollte ich in Zukunft ernst nehmen, denn die Vorbehalte des Unbewussten spielen eine tragende Rolle, wenn wir Absichten in Handlungen überführen wollen.

Bei einer negativen Gefühlsbilanz, sogar schon bei »gemischten Gefühlen«, werden wir in ein Vermeidungsverhalten rutschen. Es ist also wichtig, dass wir eine Lösung für die Angst zu Verhungern finden, auch wenn wir so ein Gefühl angesichts eines gut gefüllten Kühlschranks für unlogisch halten. Im Buch werden noch weitere Ängste behandelt wie die Angst vor Genussverlust oder Liebesverlust. Wenn wir erfolgreich sein wollen, kommen wir also nicht umhin, die Gründe für den somatischen Widerstand in uns zu erforschen.

Das Geheimnis liegt also darin, das Unbewusste für ein Ziel zu begeistern, mit dem es auf Gefühlsebene völlig einig geht. So eine Synchronisation des unbewussten mit dem bewussten System in uns, führt zu einer Zielabschirmung. Das heißt, das Unbewusste wird dann optimal dafür sorgen, dass unsere Absicht geschützt wird. Wir erzeugen sozusagen unser eigenes Wunder der mühelosen Willenskraft! Wow, genau so möchte ich mein Wunschziel umsetzen! Im Gehirn sieht das dann so aus, dass eine Wahrnehmungsbereitschaft aufgebaut wird, die im Dienste der Zielerreichung des Ich-Gewichts steht. Was dazu passt, fällt besonders auf, was nicht dazu passt, wird übersehen – und das ist meilenweit entfernt von einer ständigen Selbstkontrolle durch unser bewusstes System, die wir erfahrungsgemäß sowieso nicht ewig aufrechterhalten können.

Den größten Aha-Effekt hatte ich beim Lesen des Buches an der Stelle, als die Pyramide ins Spiel kam. Da habe ich begriffen, dass mein bisheriges Motto Ich erschaffe mir einen gesunden, fitten und schlanken Körper nur auf der Absichts-, Verhaltens- bzw. Ausführungsebene angesiedelt ist. Was mir fehlte, war die Haltungsebene bzw. ein zündendes Identitätsziel, das ganz persönlich auf mich zugeschnitten ist und mit dem mein innerer Elefant hundertprozentig einiggeht. Für mich heißt das Motto in Zukunft: Ich tanze beschwingt durchs Alter. Mit dieser höheren Motivation auf Identitätsebene, gebe ich als Tanzbegeisterte, die im Tanz ihren Körper am besten wahrnimmt, meinem Unbewussten die allerbesten Assoziationen mit auf dem Weg zu meinem Ich-Gewicht, unter anderem die Assoziation von Schwung, Leichtigkeit und Lebensfreude.

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