Elefantöses – Iris-Heterochromie bei Elefanten

Was ist Iris-Heterochromie?
Nur etwa 1 Prozent der Weltbevölkerung hat zwei absolut unterschiedliche Augenfarben. Damit ist Iris-Heterochromie eine eher seltene Laune der Natur. Sie ist so besonders, dass sie sogar im Pass vermerkt werden muss. Man unterscheidet zwischen der vollständigen Heterochromie (zwei andersfarbige Augen) und der sektoriellen/partiellen Heterochromie (ein Auge weist zwei verschiedene Farben auf).

Iris-Heterochromie ist eine seltene Pigmentstörung, die durch eine ungleichmäßige Verteilung des Pigments Melanin in der Iris entsteht, dem ringförmigen, farbigen Bereich im Auge, der auch Regenbogenhaut genannt wird. Eine hohe Konzentration von Melanin führt zu braunen Augen, ein geringerer Anteil lässt Grün-, Grau- und Blautöne erscheinen. Die Iris bestimmt übrigens nicht nur unsere Augenfarbe, sondern regelt auch die Menge des einfallenden Lichts ins Auge.

Iris-Heterochromie bei Tieren
Eine unterschiedliche Augenpigmentierung tritt bei Tieren angeblich viel häufiger auf als beim Menschen. Bekannt dafür sind insbesondere Huskeys, aber auch Border Collies und Australian Shepherds (Australische Schäferhunde). Bei Sibirischen Huskys entspricht das Auftreten unterschiedlich gefärbter oder gemischtfarbiger Augen dem Rassestandard. Ein Auge ist oft blau, das andere braun, bernsteinfarben oder grau.

Iris-Heterochromie bei Elefanten
Während Iris-Heterochromie bei Katzen, Hunden und Pferden häufiger vorkommt, ist sie bei vielen anderen Tierarten, einschließlich Elefanten, ein eher seltenes Phänomen. Neben angeborenen genetischen Faktoren können auch Verletzungen oder Entzündungen zur ungleichmäßigen Verteilung des Farbpigments Melanin führen. Iris-Heterochromie ist jedoch meist unbedenklich und bringt keine Beeinträchtigung des Sehvermögens mit sich.

Die häufigsten Augenfarben bei Elefanten
Elefantenbabys werden fast blind geboren. In der Anfangsphase verlassen sie sich bei der Orientierung stark auf ihre Mütter, bis sich ihr Sehvermögen im Laufe der Jahre erweitert. Die vier häufigsten Augenfarben bei Elefanten sind dunkelbraun, hellbraun, honigfarben und grau. Doch es gibt auch Fälle von blaugrauen, goldenen, grünen und sogar gelben Augen.

Sehvermögen der Elefanten
Die Sehkraft von Elefanten ist allerdings nicht so gut. Sie können nur kurze Entfernungen von bis zu 20 Metern sehen. Dafür haben sie einen hervorragenden Geruchssinn, ein erstaunliches Gehör und einen guten Tastsinn.

Zu den weniger bekannten Fakten über die Sehkraft von Elefanten gehört, dass ihr Farbsehvermögen eingeschränkt ist (Dichromasie). Sie können hauptsächlich Blau und Grün bzw. Gelb unterscheiden, haben jedoch Probleme mit der Wahrnehmung von Rot. Da bei ihnen nur zwei der drei Zapfentypen (Farbempfänger) im Auge funktionieren, führt das zu Schwierigkeiten bei der Unterscheidung bestimmter Farben, meist zu einer Rot-Grün-Sehschwäche.

Elefantenaugen können nachts funkeln
Im Dunkeln sehen Elefanten wegen einer reflektierenden Schicht am Hintergrund des Auges besser als Menschen. Forscher fanden zudem heraus, dass Elefanten einen Sehrhythmus haben, der sich mit der Tageszeit ändert. Nachts sind Elefantenaugen empfindlicher für blaues und violettes Licht, was es ihnen erleichtert, mit weniger Licht zu sehen. Das ist wichtig für sie, da sie nicht nur die meiste Zeit des Tages, sondern auch nachts die meiste Zeit mit Fressen verbringen. Elefanten halten nämlich im Tierreich den Rekord der Wenigschläfer.

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