Buchvorstellung – »Entspannt macht schlank«

Cover fürs Buch »Entspannt macht schlank«

Der Stress-Coaoch und Psychologe Jacob Drachenberg, einer der Autoren des Sachbuchs Entspannt macht schlank: Die besten Anti-Stress-Rezepte für Kopf und Körper, GU Verlag, München 2021, lädt in seinem Vorwort dazu ein, die Kombination aus alltagstauglichen Strategien zur Stressbewältigung einerseits und gesunder Ernährung andererseits kennenzulernen, um stressbedingtes Übergewicht an den Wurzeln zu packen. Die Diplom-Ökotrophologin Dagmar von Cramm steuerte die Anti-Stress-Rezepte bei.

Ein gelassenes Leben mit Wunschgewicht
Das klingt gut, dachte ich, eigentlich zu gut, um wahr zu sein, denn bisher hat das mit der Ernährungsumstellung noch nicht mit durchschlagendem Erfolg geklappt, aber war ja klar, dass ich das wieder nicht hinbekomme. 

Stopp, würde Jacob Drachenberg jetzt zu mir sagen, das ist »noch lange keine Grund, die eigenen Ziele gleich wieder in die Tonne zu kloppen – und das eigene Selbstbewusstsein mit dazu. […] Wenn Ihnen das Ziel wichtig ist, dann gehen Sie weiter darauf zu, aber eben langsamer. Denn wenn nicht viel geht, dann ist das, was geht, immer noch viel besser als nichts. Und loben Sie sich ruhig für jeden Mini-Schritt, den Sie gemacht haben!« Diesen effektiven Stress-Hebel, von denen er zehn aufzählt, nennt er: »Eins ist größer als null.«

Okay, solche Worte sind gut für die Motivation, um am selbstgesteckten Ziel dranzubleiben. Und dass das, was wir in unserem Kühl-, Tiefkühl- und Küchenschrank haben, bestimmt, was wir kochen und essen werden, ist ein Trick, den wir schon einige Zeit anwenden. Allerdings unterlaufen wir diese gute Gewohnheit regelmäßig, wenn Feiern anstehen und Gäste erwartet werden. Warum eigentlich? Kann man etwa seinen Gästen gesunde Nahrung nicht zumuten? Nun, das Credo von Dagmar von Cramm lautet: »Was guttut, muss auch schmecken.« Deswegen war ich besonders gespannt auf ihre Rezepte.

Sie stellt in diesem Buch gesunde und leckere Rezepte vor, auch schöne Basisrezepte, beispielsweise für ein rotes, grünes, orangenes oder gelbes Gemüsecremesüppchen. Auch die Idee, Süßkartoffeln im Toaster zu toasten, hat mir gut gefallen. Mit ein bisschen Anpassung – ich habe beispielsweise Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die ich berücksichtigen muss – ist bestimmt für jeden etwas dabei, denn gerade in stressigen Zeiten braucht der Körper vollwertige, ballaststoffreiche und selbst frisch zubereitete Kost.

An selbst zubereiteten, gesunden und leckeren Mahlzeiten liegt es bei uns sicherlich nicht. Wir können auch durchaus unsere Mahlzeiten entspannt genießen. Es sind wohl eher die längeren Esspausen, die wir nicht konsequent einhalten. Ein zentraler Satz im Buch lautet: »Mehr als drei Mahlzeiten am Tag sind bei Stress gefährlich.«

Wie die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln ist auch Stress höchst individuell und ein Gradmesser für das, was uns wichtig ist. Nicht jeden stressen die gleichen Situationen, auch wenn wir alle in einer Leistungs- und Multioptionsgesellschaft und inmitten einer Informationsflut leben. Es ist auch wahr, dass wir nicht alles, was Stress auslösen könnte, aus unserem Leben entfernen können. Jacob Drachenberg macht durch dieses Buch bewusst, dass der größte Stress von innen kommt und ein Produkt unseren Erwartungen, Gedanken und Bewertungen ist. Doch jeder kann lernen, wie er seinen Stress besser bewältigen kann. Ziel ist ein Level an Stress, das genau richtig ist – und sich auch so anfühlt. Fressattacken können ein Alarmsignal sein, dass der persönliche Stress zu kontraproduktivem Stress-, Frust- oder Trostessen geworden ist.

Mir gefällt die Drachenberg-Methode, die im Buch vorstellt wird und dabei helfen soll, das ideale persönliche Stresslevel zu finden bzw. durch Phasen der Anspannung und Entspannung bewusst zu gestalten. Im Buch gibt es immer wieder Passagen, die mir besonders gut gefallen haben – sie heißen Jacob fragt Dagmar bzw. Dagmar fragt Jacob:

»Tabus wie ›kein Naschen‹, ›kein Zucker‹ stressen mich. Wie kann ich daran etwas ändern?«
Jacob antwortet: »Was hier Druck macht, ist die Absolutheit. […] Wer es schafft, fühlt sich stolz und selbstbewusst. Anderen hilft es, zu reduzieren statt zu verbieten und aus ›kein Naschen‹ beispielsweise ein ›einmal am Tag etwas Süßes ist erlaubt‹ zu machen.«

Jacob Drachenberg gibt uns in seinem Ratgeber Entspannt macht schlank viele gute Anregungen. Er empfiehlt uns unter anderem den Glaubenssatz Ich bin zu dick zu ersetzen mit Ich will mein Bestmögliches tun, um fitter zu werden.

Statt so viel Wert auf unser Gewicht zu legen,
sollten wir mehr Gewicht auf unseren Wert legen.
(Jacob Drachenberg)

Recht hat er, unser Wert als Mensch hängt nicht von unserem Gewicht ab, wohl aber unsere Gesundheit. Deshalb bleibe ich an diesem Thema dran, denn ein Minischritt in Richtung Gesundheit ist besser als frustriert zu sagen: Dann bleibe ich eben dick. Ich sage ab jetzt lieber: Mein Bauch ist runder, als ich gern hätte. Noch. Bis ich mich an einen noch gesünderen Ess- und Bewegungsrhythmus gewöhnt habe.

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