Fotoausflug 🌹 – 06 Die Burgen der Riesenprinzessinnen (Hessen)

Der Riese Kruko (eine Krukenburg-Sage)
»In der guten alten Zeit der Rittersleut, so wird erzählt, standen auf der Sababurg drei Hünenbetten, die täglich frisch gemacht werden mussten, wenn die Burgleute ihre Ruhe haben wollten. Geschah das nicht, dann polterte des Nachts, wenn es in der Zapfenburg zappenduster war, alles wild durcheinander und man konnte vor Lärm kein Auge zutun. Des Morgens sah man deutlich, dass in den Hünenbetten geschlafen worden war.
Waren das vielleicht die sagenhaften Riesenprinzessinnen, von denen später die Riesenrippen der Saba in der landgräflichen Kunst- und Kuriositätenkammer zu Kassel aufbewahrt wurden? Möglich wär’s, denn der Sage nach lebte einst am Rande des Reinhardswaldes der Riese Kruko, der sich bei Helmarshausen die KRUKENBURG erbaut hatte, in der er mit seinen drei Töchtern lebte. Die Riesenprinzessinnen hießen Saba, Trenda und Brama.
Saba und Brama nahmen den christlichen Glauben an. Trenda hingegen blieb eine Anhängerin des Heidentums und blickte missgünstig auf die in Freundschaft verbundenen Schwestern. Wo sie nur konnte, machte sie ihnen das Leben schwer. Dies nahm sich Brama so zu Herzen, dass sie Tag und Nacht weinte, bis sie davon blind wurde. Da verließ sie die Burg ihres Vaters und ließ am anderen Ufer der Weser die BRAMBURG erbauen.
Auch Saba hielt es nicht länger aus und gründete die SABABURG bei Hofgeismar. Dennoch blieben die Schwestern in Liebe verbunden.
Als Trenda erfuhr, dass Saba ihre blinde Schwester oft im Schutz des Nebels des Wesertals besuchte, lauerte sie ihr blindwütig nahe der Krukenburg auf und erwürgte sie. Die Waldgegend ist noch heute als Mordkammer bekannt. Danach ließ Trenda flussaufwärts, hoch über der Diemel, die TRENDELBURG erbauen.«
(Obiges Zitat stammt aus Dornröschen gab es wirklich von Iris Sofie Bayer)
Die TRENDELBURG





Trendelburg, Reinhardswald, Nordhessen | © Iris Sofie Bayer




Rechts: Im Innenhof der Trendelburg wacht der Froschkönig | © Iris Sofie Bayer

Innenhof der Trendelburg, Reinhardswald, Nordhessen | © Oliver Bayer

Innenhof der Trendelburg, Reinhardswald, Nordhessen | © Oliver Bayer



Innenhof der Trendelburg, Reinhardswald, Nordhessen | © Iris Sofie Bayer

kann man innerhalb 2 Tonnen reinstem Tiefensalz freier atmen, neben der Burg-Turm Sauna,
im Innenhof der Trendelburg, Reinhardswald, Nordhessen | © Iris Sofie Bayer

Erbsen und Speck (eine Trendelburg-Sage)
Als die Riesin Trenda die Trendelburg erbauen ließ, zahlte sie die Bauleute gut, was einen der Gesellen übermütig machte. Als ihm seine Frau Erbseneintopf brachte, warf er ihn gegen die Mauer und rief: »Ist das eine Kost für einen Menschen, der täglich acht Heller verdient?« Der Meister strafte seinen Hochmut, indem er ihn zwang, den zerbrochenen Topf nebst Erbsen und Speck aus einem Stein zu hauen und ihn an der Mauer einzufügen.
Die KRUKENBURG


Helmarshausen, Reinhardswald, Nordhessen | © Iris Sofie Bayer










Helmarshausen, Reinhardswald, Nordhessen | © Iris Sofie Bayer



die nach Plänen der Grabeskirche in Jerusalem entstand | © Oliver Bayer



Die BRAMBURG


auf dem Weg zur Ruine der Bramburg (rechts), Bramwald, Oberwesertal, Südniedersachsen,
direkt an der Grenze zu Hessen | © Iris Sofie und Oliver Bayer



Gnade für die Burgfrau (eine Bramburg-Sage)
Einst wurde eine zur Wallfahrt nach Corvey die Weser hinabfahrende Prinzessin von der Bramburg aus beraubt. Der darüber ergrimmte Herzog Erich I. sammelte seine Truppen und belagerte die Bramburg, wobei er viele Leute verlor. Dadurch noch mehr erbittert, schwor er, es solle kein männliches Wesen lebendig aus der Bramburg entkommen. Als sich zuletzt die Burgbewohner ergeben mussten, bat die Burgfrau um Gnade und es ward ihr gewährt, mit dem frei abzuziehen, was sie in ihrer Schürze forttragen könne, um sich am Fuße des Berges wieder ein Haus zu bauen. Da nahm sie ihr einziges Söhnlein in die Schürze und zog damit aus der Bramburg ab. Als sie an dem Herzog vorüberging, schlug dieser ihr die Schürze zurück, um zu sehen, was sie mitgenommen habe. Wie er den kleinen Knaben erblickte, ward er tief gerührt und ließ auch ihm das Leben.
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