Der beliebte Tierpark Sababurg befindet sich direkt unterhalb von Schloss Sababurg und grenzt zudem westlich an den Urwald Sababurg. Damit liegen die Hauptattraktionen im Dornröschenland dicht nebeneinander.
Mit etwa 130 Hektar Fläche zählt der Tierpark Sababurg zu den größten und ältesten Wildparks in Europa. Das Motto der Tierhaltung lautet »Tiere ohne Grenzen«. Das Titelfoto vermittelt einen ersten Eindruck der äußerst großzügig angelegten Freigehege, was den Tieren mehr Bewegungsfreiheit und damit ein naturnäheres Leben ermöglichen soll.
Diese gewisse Art der »Grenzenlosigkeit« des Raumes im Park, den lange Eichenalleen durchziehen, bedeutet auch, dass Besucher/innen mehr Geduld und Zeit aufbringen müssen, um die Tiere erreichen und entdecken zu können. Dennoch wurden die meisten Freigehege so gestaltet, dass eine freie Sicht auf die Tiere möglich ist. Für Kinder gibt es zudem Kontaktgehege, in denen sie Tieren hautnah begegnen können.
Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel gründete den Thiergarten Sababurg 1571 als landgräfliches Jagdrevier. 1590 ließ er die fünf Kilometer lange und drei Meter hohe dornröschenhafte Dornenhecke durch eine ebenso hohe und lange Mauer ersetzen.
Der Thiergarten Sababurg beeindruckte schon zu landgräflichen Zeiten nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seltene Tierarten wie weiße Hirsche, schwarze Rehe, Gämsen aus Bayern sowie Rentiere aus Lappland und Elche aus Schweden, die von einer erfahrenen Lappenfrau betreut wurden. Die Elche haben wir auch nach intensiver Suche bei unserem Besuch des Tierparks Sababurg mit vielen schönen Tiererlebnissen nicht zu Gesicht bekommen.
In meinem kürzlich veröffentlichten Buch Dornröschen gab es wirklich erzähle ich von der dornröschenhaften Erweckungsgeschichte der Beberbecker Pferde, die lange als ausgestorben galten. Die Freude war groß, als 2019 im Mauerpark unter der Sababurg nach über 100 Jahren wieder das erste Beberbecker Zuchtfohlen geboren wurde. Es bekam den passenden Namen Novi in arce (die Neue unter der Burg).
Dornröschens Dornenhecke Märchenforscher vermuten, dass die Rosenhecke, hinter der Dornröschen hundert Jahre lang schlief, eine Weißdornhecke war. Zur Ritterzeit, als das Märchen Dornröschen entstand, wurde kein großer Unterschied zwischen den dornigen und stachligen Rosengewächsen gemacht, sie wurden einfach alle als Rosen bezeichnet. Die verschiedenen dornigen Sträucher aus der Pflanzenordnung der Rosenartigen (Rosales) warenWeiß- oder Hagedorn, Schwarz- oder Schlehdorn, Kreuz- oder Wegedorn, Sand- oder Dünendorn, Brom- oder Kratzbeere sowie Hecken- oder Wildrose.
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