Weltelefantentag (12. August 2025)

Gefällt dir das Titelbild?
Ist dir die perfekte Symmetrie aufgefallen? So kann ein fotorealistische Nachbildung aussehen, die mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) hergestellt wurde. Als Hobbyfotografin kann ich euch versichern: Niemals wird ein Naturfotograf in der Realität eine Herde von Elefanten in dieser Formation vor die Linse bekommen. Leider ist davon auszugehen, dass wir künftig mit solchen KI-generierten Bildern überschwemmt werden, was es Wildtierfotografen noch schwerer machen wird, Fotos zu schießen, welche die verwöhnten menschlichen Augen zufriedenstellen werden.

Wie viele Elefanten leben im Jahr 2025 noch in völlig freier Wildbahn?
Die internationale Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals – Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) schätzte 2024, dass weltweit noch ungefähr 45.000 bis 49.000 Elefanten in völlig freier Wildbahn leben – in kleinen, oft isolierten Gruppen, die in 13 Ländern verteilt sind. Etwa 15.000 Elefanten weltweit würden unter meist schlechten Bedingungen in Gefangenschaft leben – zu Unterhaltungszwecken in Zoos, Zirkussen und Reitcamps, wo die beengten Verhältnisse, fehlender Kontakt zu Artgenossen, fehlende Beschäftigungs- und Bewegungsmöglichkeiten den Tieren verwehren würde, ihre natürlichen Bedürfnisse auszuleben. Wenn diese Zahlen stimmen, dann bedeutet das, dass die restliche Anzahl der noch lebenden Elefanten – also die Mehrheit von etwa 386.000 Elefanten – heutzutage in Nationalparks lebt.

Zunehmender Einsatz von KI
Als mir das Titelfoto auffiel, kam in mir die Frage auf, wie sich der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz auf die Elefanten auswirken wird. Wenn ich neuerdings solche Fragen google, habe ich auch hier automatisch mit KI zu tun, die mir an oberster Stelle aller Suchergebnisse gleich mal eine Kurzzusammenfassung präsentiert, die sich in diesem Fall so liest:

Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend eingesetzt, um Elefanten besser zu verstehen und zu schützen. KI-basierte Systeme können Elefanten in freier Wildbahn erkennen und ihre Kommunikation analysieren, um ihre Lebensräume und Verhaltensmuster besser zu erforschen und zu schützen.

Das klingt positiv und wird nachvollziehbar an Beispielen wie Elefantöses – Geben Elefanten sich selbst Namen? In diesem Beitrag berichtete ich, wie KI genutzt wird, um Elefantenlaute zu analysieren und die Bedeutung elefantöser Kommunikation zu entschlüsseln. Es gibt noch weitere Anwendungen von KI im Zusammenhang mit Elefanten:

In Indien werden KI-gestützte Kameras eingesetzt, um durch die Erkennung von Elefanten Zugunfälle zu verhindern. Mit Erfolg – das neue Überwachungssystem, das seit 2024 im Einsatz ist, hat schon zahlreiche mögliche Unglücke verhindert und erkennt inzwischen nicht nur, wenn Elefanten sich auf ihrer Marschroute den Bahngleisen nähern, sondern warnt auch vor anderen Tieren, so dass rechtzeitig entschieden werden kann, ob die Geschwindigkeit des Zuges reduziert, oder er ganz gestoppt werden soll.

KI kann auch für das Monitoring und die Datenerfassung von Elefantenpopulationen eingesetzt werden, wie ich im Beitrag Elefantöses – Knochenjob Elefantenzählen berichtete. Ob es wirklich dabei helfen wird, die Elefanten vor Wilderei und Lebensraumverlust zu schützen, wird sich erst noch zeigen müssen – die ersten Ansätze sind vielversprechend.

Mehr darüber, wie der Weltelefantentag (jährlich am 12. August) ins Leben gerufen wurde …

Mehr darüber, warum die Waldelefanten als eigenständige Art angesehen werden …

Mehr darüber, wie viele Elefanten es noch weltweit gibt …

Mehr darüber, warum die Elefanten vom Aussterben bedroht sind …

Mehr darüber, was der sogenannte Welt-Erschöpfungs-Tag für die Elefanten bedeutet …

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